Energiewirtschaftliche Verordnungen

Montag, 9. Dezember 2019
Anhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie

Mit sogenannten Innovationsausschreibungen will die Bundesregierung neue Mechanismen und Modalitäten erproben. Dazu hat sie eine Verordnung zu den Innovationsausschreibungen und zur Änderung weiterer energiewirtschaftlicher Verordnungen (19/14065) vorgelegt, die von den Experten zu begutachten waren.

Mediathek
https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7404844#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03NDA0ODQ0&mod=mediathek

Artikel
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw50-pa-wirtschaft-innovation-669324

EEG-Klage: Abschaffung von verfassungungswidrigen Industriesubventionen

Fünf Milliarden Euro erhält die Großindustrie jedes Jahr von Bürgerinnen und Bürgern. Auch von den Ärmsten.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die Basis der Energiewende in Deutschland. Leider wurde es im Laufe der Zeit immer mehr zum Spielball energiepolitischer Interessen.

Durch die hoch komplexe sogenannte „Besondere Ausgleichsregelung“ im EEG werden alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ungefragt zu Geldgebern für die schmutzige „energiekostenintensive“ Industrie. Hart an der Grenze der Legalität – oder sogar darüber hinaus?

Nach Ansicht von Experten verstößt die „Besondere Ausgleichsregelung“ gegen EU-Recht und den Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz.

Der Verein Sonneninitiative setzt sich deshalb für alle Bürgerinnen und Bürger ein. Er möchte in einem Rechtsstreit mit dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion die EEG-Umlage höchstrichterlich prüfen lassen. Vertreten wird er dabei vom Energierechtler Dr. Peter Becker.

https://eeg-klage.de/

Balkonmodule

balkonmodul
Balkonmodul, Quelle: DGS

DGS: „Ein bis zwei Photovoltaik-Module können mit einem Wechselrichter über einem Schukostecker direkt in das häusliche Stromnetz angeschlossen werden. Damit kann theoretisch jeder Haushalt ca. 10 % seines Stroms ab 5 ct/kwh selbst produzieren. Der Stromzähler läuft dann einfach langsamer. Das ist oft die einzige Möglichkeit für Mieter und Wohnungseigentümer, die außer ihrem Balkon keine eigenen Flächen haben, an der Energiewende teilzunehmen.“
http://www.pvplug.de/

HEG: „Auf diesen Seiten möchten wir Sie über die Funktionsweise, die Gesetzeslage und häufige Fragen rund um Balkonmodule – oft auch als Plug-In- oder Mini-PV-Anlagen bezeichnet – informieren.“
http://www.heidelberger-energiegenossenschaft.de/projekte/balkonmodule/uebersicht-balkonmodule

„Stecker-Solar“: Solarstrom vom Balkon direkt in die Steckdose
https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/erneuerbare-energien/steckersolar-solarstrom-vom-balkon-direkt-in-die-steckdose-8189

Online-Shop für Photovoltaik Komplettanlagen
https://solar-pac.de/

Mini-Solaranlagen – Einfach einstecken und Sonne ernten?
https://www1.wdr.de/verbraucher/wohnen/mini-solaranlagen-100.html

Stromanbieter

titel_oekostrom

Diese Ökostrom-Anbieter sind nicht verflochten mit Kohle- oder Atomkonzernen, sie investieren in Erneuerbare Energien, und ihr Strom stammt zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien.
(Quelle: ROBIN WOOD)

  • Elektrizitätswerke Schönau
    Nach der Tschernobyl-Katastrophe im Jahr 1986 wollten Schönauer Bürger eine atomfreie, nachhaltige Energieversorgung. Es dauerte ganze neun Jahre und benötigte zwei Bürgerentscheide bis das örtliche Stromnetz von einem AKW-Betreiber freigekauft werden konnte. Seither sind die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) in Bürgerhand.
    Ökostrom+ und Solidarstrom: Die Tarife beinhalten den Strom von EWS und sind Kooperationsprojekte der Partner Klimaschutz+Stiftung und Klimaschutz+Energiegenossenschaft, lokalen Bürgerinitiativen und den EWS.
  • Naturstrom
    Wurde 1998 von Mitgliedern aus Umwelt- und erneuerbare-Energien-Verbänden gegründet, u.a. BUND, NABU, BWE, EUROSOLAR.
    Regionalstromtarife mit GRÜNSTROMWERK, einer 100-prozentigen Tochter von NATURSTROM.
  • Lichtblick
    Wurde 1998 gegründet und ist unabhängiger Anbieter von Ökostrom und Ökogas. Weil im Strommix von Lichtblick neben Strom aus Wasserkraft zu einem Prozent Strom aus Erdgas-befeuerten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen enthalten war, empfiehlt ROBIN WOOD Lichtblick mit leichter Einschränkung.
  • Greenpeace Energy
    Wurde 1999 vom Greenpeace e.V. gegründet und ist genossenschaftlich organisiert.
  • Polarstern
    Wurde 2011 in Reaktion auf die Atomkatastrophe von Fukushima von drei Privatpersonen aus München gegründet.
  • Bürgerwerke
    Die Bürgerwerke sind eine Dachgenossenschaft für derzeit 90 Energiegenossenschaften aus ganz Deutschland. Damit befinden sich die Bürgerwerke im Besitz der über 15.000 Bürger*innen, die an den Energiegesellschaften beteiligt sind. Die Bürgerwerke liefern Strom und Ökogas.

In der Liste von ROBIN WOOD noch fehlend:

ROBIN WOOD hat die bundesweit tätigen Ökostromanbieter unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse wurden im Dezember 2016 in einem Bericht veröffentlicht.
https://www.robinwood.de/schwerpunkte/%C3%B6kostrom-wechsel

Atom- und Kohleausstieg selber machen – Stromanbieter wechseln!
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/stromanbieter-wechseln/

Das hinter der Kampagne „Atomausstieg selber machen“ stehende Bündnis von Umweltverbänden und Anti-Atom-Initiativen hat die Kampagnenseite atomausstieg-selber-machen.de stillgelegt.

Kemfert: "Wir brauchen einen Umbau des gesamten Energiesystems."

Die Kosten der erneuerbaren Energien seien massiv gesunken, sagte die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert, im Deutschlandfunk. Dennoch steige der Strompreis, weil an Kohle- und Atomkraft festgehalten werde. Das müsse sich ändern.

Claudia Kemfert im Gespräch mit Mario Dobovisek
10.08.2016

„Wir zahlen auch die Erhaltung des alten Systems“, kritisierte Kemfert. Als Beispiel nannte sie die „Kohleabwrackprämie“. Zudem gebe es viel zu hohe Netzentgelte. Wenn die Energiepolitik stattdessen konsequent auf erneuerbare Energien ausgerichtet werden würde, dann würde der Strompreis sinken. Sie forderte eine Abkehr von Kohle und Atomkraft. „Wir brauchen einen Umbau des gesamten Energiesystems“.

Mit Blick auf den sinkenden Ölpreis sagte Kemfert, es gebe ein Überangebot auf den internationalen Märkten. Die Nachfrage sei nicht so stark gestiegen, wie es die ölproduzierenden Länder erwartet hätten. Kemfert zufolge geht es auch um die Ausweitung von Marktanteilen, weshalb viele Staaten weiter bis zum Anschlag Öl produzierten. Das könne einige Länder ohne ausreichende finanzielle Reserven wie Venezuela in Schwierigkeiten bringen. Sie müssten unabhängiger von Ölverkäufen werden.

Das Interview in voller Länge:
http://www.deutschlandfunk.de/energiewende-in-deutschland-wir-brauchen-einen-umbau-des.694.de.html?dram:article_id=362638

Entwicklung der EEG-Umlage und der Erlöse für Anlagenbetreiber

Hintergrund:
https://www.unendlich-viel-energie.de/mediathek/grafiken/entwicklung-der-eeg-umlage-und-der-erloese-fuer-anlagenbetreiber

Zusammensetzung der EEG-Umlage 2013
https://www.unendlich-viel-energie.de/mediathek/grafiken/zusammensetzung-der-eeg-umlage-2013

Tina Ternus: Vom Hoffnungsträger zum Sündenbock
http://www.photovoltaikbuero.de/pv-buero-blog/vom-hoffnungstraeger-zum-suendenbock-teil-1/
http://www.photovoltaikbuero.de/pv-buero-blog/vom-hoffnungstraeger-zum-suendenbock-teil-2/

Ist die Photovoltaik nicht viel zu teuer?

Das war einmal. Die Photovoltaik ist heute neben der Windkraft an Land die billigste Art, Strom aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen. Allein seit 2006 sind die Preise der Anlagen um zwei Drittel gefallen. Private Stromtarife sind inzwischen fast doppelt so hoch wie die Kosten für selbst erzeugten Solarstrom vom eigenen Dach. Bei Erzeugungskosten und einer EEG-Vergütung für Solarstrom in Höhe von nur noch rund 15 Cent je Kilowattstunde und angesichts steigender Strompreise ist es zunehmend attraktiv, möglichst viel Solarstrom selbst zu verbrauchen.

Dieser Preisrückgang ist Folge der Marktexpansion, für die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gesorgt hat. Denn nur indem durch kostendeckende und stetig abschmelzende Einspeisevergütungen große Fertigungskapazitäten aufgebaut werden konnten, wurde dieser Erfolg möglich. Er basiert auf erheblichen technischen Fortschritten. So wurden die Solarmodule zum Beispiel immer dünner und damit materialsparender. Aktuell kostet das fertig installierte Kilowatt inklusive Wechselrichter bei kleinen Dachanlagen nur noch rund 1.700 Euro – vor 20 Jahren lag der Preis noch über 11.000 Euro.

Fragen & Antworten zum Ausbau der Erneuerbaren Energien
https://www.erneuerbare-jetzt.de