Faktencheck-2017

01.09.2017

Faktencheck zur Bundestags-Wahl

Bald ist Bundestagswahl 2017: Noch 24 Tage. Zeit genug, wichtige Aspekte der Energie-Politik zu hinterfragen: 24-mal „fake oder Fakt?“ „falsch oder wahr?“ Strukturell orientieren wir uns an den gemeinsamen Wahlprüfsteinen des Runden Tischs Erneuerbare Energien, die von den Parteien beantwortet wurden.

Erneuerbare Energien (EE)-Organisationen-übergreifende energiepolitische Wahlprüfsteine aus Juni 2017 nebst Antworten und Analyse:

http://www.sfv.de/artikel/antworten_der_parteien_auf_die_energiepolitischen_wahlpruefsteine_zur_bundestags.htm

Auch hier die wichtigsten Thesen aus den Wahlprogrammen der großen Parteien zur Energiepolitik und EE-Aktionen:

https://www.freunde-von-prokon.de/verein/agoe1

https://www.haustec.de/management/enev-und-eeg-abschaffen-was-die-parteien-nach-der-bundestagswahl-planen


01.09.2017

Klimawandel gibt es!

copyright: sfv / mester

1/24 Faktencheck zum Themenblock 1 „Herausforderung Klimawandel“

fake: Leugnen des Klimawandels – trotz immer häufigerer Unwetter-Katastrophen, weltweit. Den Klimawandel als nur eine unter vielen Herausforderungen zu benennen anstatt im Kontext.

Fakt: Der Klimawandel bedroht das Leben von Mensch und Mitwelt. Die wichtigste politische Aufgabe sollte deshalb die Bekämpfung der Ursachen und Beschleunigung der Energiewende sein – hin zu „100% dezentral erneuerbar, schnellstmöglich“.

FAZIT: Was tun! Limitierender Faktor sind maßgeblich die planetaren Grenzen, unsere Mitwelt und das Universum. Achten wir diese, lösen wir andere wichtige Herausforderungen wie z.B. Weltfrieden und ausreichende Versorgung mit Wasser, Nahrung Energie gleich mit!

Hintergrund/links

Termine:

Patenschaft:

Bündnis BürgerEnergie e.V. (BBEn) www.buendnis-buergerenergie.de

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord (E-W-Nord) www.w-nord.de


02.09.2017

Handeln nutzt uns allen!

2/24 Faktencheck zum Themenblock 1 „Herausforderung Klimawandel“

fake: Wirtschaftswachstum sichert Wohlstand und Vollbeschäftigung ….

Fakt: Eine der Kernaussagen des Stern-Report ist: Nicht handeln wird teurer! Der Club of Rome sagte bereits 1972 die Grenzen des Wachstums voraus. Jahrzehnte später – im Jahr 2017 – bleibt das Ziel der Weltwirtschaft grenzenloses Wachstum und blendet übermäßige Belastungen für Mensch/Mitwelt sowie maßlosen Ressourcenverbrauch weiter aus.

FAZIT: Was tun! Bis heute wird nicht beziffert, wie viel höhere Kosten uns zur Bekämpfung von Klimafolgen-Aufwand erwarten. Dabei könnten bundesweit Datenbanken zur Ermittlung belastbarer Entscheidungsgrundlagen genutzt werden, um Politik zukünftig daran auszurichten.

Hintergrund/Links

Termine:

Patenschaft:

Bündnis BürgerEnergie e.V. (BBEn) www.buendnis-buergerenergie.de

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord (E-W-Nord) www.w-nord.de


03.09.2017

Fair handeln – geht auch bei Energie!

copyright: sfv / mester

3/24 Faktencheck zum Themenblock 1 „Herausforderung Klimawandel“

fake: Leugnen dieser Aussage oder abwehren, weil zu teuer und nicht machbar.

Fakt: Erderwärmung und in der Folge Wasserspiegel steigen unaufhaltsam und immer schneller. Starkwetterereignisse und Schäden häufen sich und treffen uns mit voller Macht! Was tun?

Fazit: Umsteuern ist möglich, wenn politisch gewollt und Subventionen von fossil in erneuerbar umgelenkt werden! Eigentlich einfach: „Fair zu Natur, Kunden und Lieferanten“ (Vandana Shiva*/link)
„An der Welt weiter bedienen – ist out, Mensch/Mitwelt, Stille, saubere Luft… wertschätzen, viel besser!“

Hintergrund/links

Termine

Patenschaft:

Bündnis BürgerEnergie e.V. (BBEn) www.buendnis-buergerenergie.de

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord (E-W-Nord) www.w-nord.de


04.09.2017

Klimawandel nebst Folgen bewegt die Menschen

4/24 Faktencheck zum Themenblock 1 „Herausforderung Klimawandel“

fake: Klima-Wandel, -Schutz und -Anpassung sind keine Themen der Bundestagswahl 2017 …

Fakt: Eine Studie des Peer-Review-Center belegt: In Deutschland hält eine Mehrheit den Klimawandel für ein sehr ernstes Problem (55 Prozent), und eine sehr starke Mehrheit spricht sich für Klimaschutz im Rahmen des Paris-Abkommens aus (87 Prozent).

Lt. aktueller Emnid-Umfrage ist die Mehrheit der Bürger in NRW für eine beschleunigte Energie-wende. „Das Umfrageergebnis ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die Energiewende weiterhin vom Großteil der Bürgerinnen und Bürger hochgradig akzeptiert und nachdrücklich gewollt ist.“ kommentierte Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW, die Ergebnisse der Umfrage.

Fazit: Was tun! „Zugleich ist es eine Mahnung an jene politischen Vertreter und Parteien, die die Energiewende ausbremsen oder gar zurückdrehen wollen“, ebenfalls Jan Dobertin, LEE NRW. Warum Klima-Wandel, -Schutz und –Anpassung keine Themen der BT-Wahl sein soll(t)en, ist ebenso wenig nachvollziehbar wie dass wichtige Themen beim gestrigen – einzigen – Kanzlerkandidat*innen-TV-Duell nicht zur Sprache kamen!
Analyse zum TV-Duell vom 3.9.2017 https://www.shz.de/deutschland-welt/bundestagswahl/groko-talk-statt-echter-hilfe-zur-wahlentscheidung-id17737431.html

Hintergrund/links

Termine

Patenschaft:

Bündnis BürgerEnergie e.V. (BBEn) www.buendnis-buergerenergie.de

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord (E-W-Nord) www.w-nord.de


05.09.2017

Energiewende ermöglicht gutes Leben für alle!

5/24 Faktencheck zum Themenblock 2 „Chancen der Energiewende“

fake: Ein „gutes Leben für alle Menschen“ bietet nur ein ungebremster Ausbau unserer Industrie.

Fakt: Längerfristig bietet die Energiewende Zukunfts-Perspektive mit enormen Chancen, auch als Wirtschaftsstandort. Die Energiewende bietet zudem die einmalige Chance, dem von Menschen gemachten Klimawandel – hoffentlich noch rechtzeitig – zu begegnen und allen Menschen eine lebenswerte Zukunft zu schaffen – mit der Bewahrung von gesunden Lebensräumen und Artenvielfalt. Die Sonne schickt uns ein Vielfaches der EnergiE, die wir tatsächlich verbrauchen. Rohstoffkosten gehören der Vergangenheit an. Kriege um Ressourcen werden obsolet..,

Fazit: Stellen wir uns doch den Herausforderungen – mit Mut zur Zukunft und nutzen die damit verbundenen Chancen!

Patenschaft:

Die Freunde von Prokon e.V. (FvP) www.freunde-von-prokon.de

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord (E-W-Nord) www.w-nord.de


06.09.2017

Energiewende schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze!


6/24 Faktencheck zum Themenblock 2 „Chancen der Energiewende“ 

fake: Der Umstieg von fossil auf erneuerbar kostet Arbeitsplätze.

Fakt: Durch den Umstieg von fossiler Energie auf erneuerbare Energie fallen sicher nicht alle bisherigen Arbeitsplätze einfach weg. Auch die Erneuerbaren brauchen Anlagen-Wartung/Pflege, Vertrieb und Verwaltung. Der Umstieg wird auch mit Umschulungen verbunden sein. Zudem schafft der Umstieg neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze.

Fazit: Stellen wir uns den Herausforderungen – mit Mut zur Zukunft und nutzen die damit verbundenen Chancen für ein gutes Leben!

Hintergrund/Links

Patenschaft:

Die Freunde von Prokon e.V. (FvP) www.freunde-von-prokon.de

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord (E-W-Nord)  www.w-nord.de


07.09.2017

Energiewende schafft regionale Wertschöpfung!

7/24 Faktencheck zum Themenblock 2 „Chancen der Energiewende“ 

fake: Die Energieversorgung gehört in die Hände zentral wirtschaftender großer Konzerne.

Fakt: „Weiter so“ bedeutet zentrale Strukturen und lässt Bürger*innen außen vor.

Energiewende mit BürgerEnergiE schafft Bürgernähe und ist regionale Wirtschaftsförderung mit Wertschöpfung von Anfang an – durch die Planung, den Bau, den Betrieb und die  Pflege/Wartung der Anlagen zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Hinzu kommen kalkulierbare Preise sowie weniger Luft-Schadstoffe und geringeres Risiko für die Region. Kurze Wege mit regionalem Verbrauch und Vermarktung schaffen Verbundenheit und verhindern Transportverluste.

Fazit: Was tun! Augen und Ohren offen halten, sich erkundigen nach erneuerbare-Energie-Projekten von Genossenschaften u. a. Bürgerenergie-Vereinigungen, mitmachen und dabei auch von „Energie-Pionieren“ lernen. Energie zu 100% erneuerbar erzeugen, regional vermarkten und verbrauchen.

Hintergrund/links 

Termine 

  • 7.9.2017 bundesweiter Filmstart Al Gore-Folgefilm „Eine noch immer unbequeme Wahrheit“  www.filmstarts.de/kritiken/252419.html 
  • 8.9.2017 um 19 Uhr im Stadtteilzentrum Wiki, Westkotter Str. 198 in Wuppertal-Wichlinghausen: Lesung mit dem Friedensforscher Andres Ginestet aus dem Buch Pax, eine Möglichkeit zum Frieden www.wuppertal-live.de eine Veranstaltung im Rahmen von Wuppertal 24 Stunden live (von Freitag, 8.9., 15 Uhr bis Samstag 9.9., 15 Uhr).  
  • 11.9.2017 von 18:30-21:00 Uhr: „Dialog Werkstatt „Energiegewinnung im Rheinischen Revier“ Die Energieliga lädt ein http://energieliga.org/

Patenschaft:

Freunde von Prokon e.V. (FvP) www.freunde-von-prokon.de
Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)  www.sfv.de 
Bündnis BürgerEnergie e.V. (BBEn) www.buendnis-buergerenergie.de

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord (E-W-Nord)  www.w-nord.de 


08.09.2017

Energiewende bietet Vorreiterrolle!

8/24 Faktencheck zum Themenblock 2 „Chancen der Energiewende“ 

fake: Deutschland leistet enorme Anstrengungen für die (nationale) Energiewende.

Fakt: „Enorme Anstrengungen“ leisteten vor allem die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag bei der Energiepolitik: Sie bremsten den Umbau des Energiesystems auf Erneuerbare Energien mit planwirtschaftlichen Methoden – wie zu niedrigen Ausbaudeckeln und fehlwirkenden Ausschreibungen – massiv aus.

Viele Jahre war Deutschland mit dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) Energiewende-Exportweltmeister. Doch nicht nur rechtlich hat Deutschland die „Rolle rückwärts“ bei der Energiewende vollzogen. Deutschland hat auch seine Vorreiterrolle bei technischen Innovationen und Knowhow im energetischen Dienstleistungssektor zugunsten traditioneller, nicht zukunftsfähiger Energiepolitik geopfert. Mit dieser „Rolle rückwärts“ bei der Energiewende könnte Deutschland – negativ – in die „Energie-Geschichtsbücher“ eingehen.

Fazit: Was tun! Unsere Kandidaten*innen für den Bundestagswahlkampf, insbesondere der GroKo, müssen von uns Wählern*innen  auf ihre Verantwortung an dieser Entwicklung aufmerksam gemacht werden. Wir können dabei auf die Erfahrungen seit 1990 aufbauen. Viele interessierte Bürger*innen, Ingenieur*innen und Stadtwerke stehen längst in den Startlöchern. Wir alle werben für eine beherzte Energiewende, gespannt wartend auf grünes Licht der Politiker!

Hintergrund/links 

Patenschaft:

Die Freunde von Prokon e.V. (FvP) www.freunde-von-prokon.de


09.09.2017

EEG parteiübergreifend

9/24 Faktencheck zum Themenblock 3 „Umsetzungsrahmen für 100% EE“

fake: Die Große Koalition habe eine „tiefgreifende Transformation der Energieversorgung“ und damit eine „Rettung der Energiewende“ eingeleitet.

Fakt: Seit 2009 wurde das EEG unter der Kanzlerschaft von Angela Merkel in sein Gegenteil verkehrt und zu einem Behinderungsgesetz vor allem für die Solarenergie, umgestaltet.

100 % Erneuerbare sind möglich, das scheint hierzulande unumstritten. Das heißt aber noch lange nicht, dass alle, die von Erneuerbaren reden, diese auch wollen. Das Geschäft mit fossilen Brennstoffen und den damit verknüpften Verbrennungstechnologien ist riesig, und die politische Macht derer, die daraus ihre Vorteile ziehen, ist längst nicht gebrochen.

Vielen Solarfreunden erschienen im Jahr 2011 die Regierungsbeschlüsse zur Energiewende als ein Meilenstein auf dem Weg zur endgültigen Durchsetzung der Erneuerbaren. Der jahrzehntelange Kampf schien von Erfolg gekrönt, nun würde Kanzlerin Merkel nicht nur die Atommeiler abschalten, sondern der gesamten Kohleverstromung den Rest geben. Doch das Gegenteil trat ein.

Die Zukunft des EEG dürfte sich, je nach Wahlausgang, unterschiedlich, ja gegensätzlich, gestalten. Regiert Kanzlerin Merkel weiter, wird das EEG als Bremse auch für Windenergie an Land missbraucht werden. Andere wie FDP und AfD wollen es beseitigen. Alleine in einer Koalition mit den Grünen besteht eine Chance, die ursprüngliche Funktion des EEG als Wegbereiter der Erneuerbaren wieder herzustellen.

Fazit: Was tun! Für eine erfolgreiche Solarisierung auf Basis eines ehrlichen EEG brauchen wir den Schulterschluss und den Willen aller Akteure – auch in den Parteien. So kam das EEG damals zustande, und so lässt es sich auch heute wieder zum Guten wenden.

Hintergrund/links

Termine

Buchtipp:

Patenschaft:

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) www.dgs.de


10.09.2017

Verursacherprinzip = CO2 bepreisen!

copyright: sfv / mester

10/24 Faktencheck zum Themenblock 3 „Umsetzungsrahmen für 100% EE“

fake: Energie aus erneuerbaren Quellen ist teuer als aus atomar/fossilen Quellen.

Fakt: Wesentlicher Unterschied ist die zT fehlende Transparenz der Preisgestaltung: „Bei fossilen Energien spiegeln sich die durch sie verursachten Klimaschäden, Verschmutzungen und Gesundheitsfolgen nur in geringem Umfang im Preis wider.“ (Greenpeace Energy, s.u., link)

Wären die wirklichen Kosten eingepreist und auf der Stromrechnung ausgewiesen, würde klar dass Energie aus atomar/fossilen Quellen sehr viel teurer ist als Erneuerbare. Hinzu kommt, dass die für alle Kunden transparente EEG-Umlage – wegen immer mehr Industrieausnahmen – nicht auf alle Schultern verteilt wird. Stromintensive Großindustrie nutzt die gesetzlich eingeräumten Ausnahmen. Die EEG-Umlage etc. tragen private Endverbraucher und der Mittelstand.

www.bremer-manifest.de/fileadmin/user_upload/Einleger_Guenstiger_Strom_DIN_lang_dk.pdf

Zukünftig könnten diese aus der CO2-Abgabe bzw. Schadstoffsteuer gespeist werden. In der Folge würde die Stromrechnung für Mittelstand und private Endverbraucher merklich günstiger…

Fazit: Was tun! Wer CO2 erzeugt und verbrennt, soll dafür zahlen. Wir brauchen keine neuen Klimaschutzziele, sondern Beschlüsse, wie wir diese wirksam erreichen.

Vorteil: Sogar RWE- Innogy… wird von Kohleverstromung Abstand nehmen, wenn es sich nicht mehr rechnet. Auch Bürger*innen werden z.B. Bestandsanlagen der Windenergie weiter betreiben können, wenn die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden und somit Strom wieder mehr wert wird  UND durch die Energiewende wird sich auch der CO2-Ausstoß in Deutschland verringern – was ja nicht der Fall ist, wenn alle Kohlekraftwerke ungebremst weiter laufen.

Für eine nationale CO2-Abgabe!
www.youtube.com/watch

Greenpeace Energy erwartet positive Wirkungen einer CO2-Steuer

Zu den BEE-Plänen zur Einführung einer nationalen CO2-Steuer in Deutschland hat sich auch der Hamburger Ökoenergieversorger Greenpeace Energy geäußert. …“So würde eine CO2-Steuer eine entscheidende Benachteiligung erneuerbarer Energien auf den Elektrizitätsmärkten mildern: Bei erneuerbaren Energien fließen sämtliche durch die jeweiligen Technologien verursachten Kosten transparent in den Strompreis ein…“ www.iwr.de/news.php;

„Ein Kernelement der nationalen CO2-Steuer ist die Kombinierbarkeit mit europäischen Klimaschutzinstrumenten. Die nationale CO2-Steuer soll den Emissionshandel solange ergänzen, bis dieser zu einem Instrument weitentwickelt wurde, mit dem auch tatsächlich das Klima im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens geschützt wird.“  www.bee-ev.de/home/presse/mitteilungen/detailansicht/mit-nationaler-co2-steuer-lassen-sich-klimaschutzziele-erreichen/

Hintergrund/links

Termine

  • ab Samstag, 9. September 2017, 16:00 Ausstellung: Vergangenheit – Verlust – Veränderung // Wirklichkeiten und ästhetische Wahrnehmung
    https://hirtenturm.de/
  • Montag, 11. September 2017, 18:30 Dialog-Werkstatt: „Energiegewinnung im Rheinischen Revier“
    http://energieliga.org/
  • Freitag, 15. September 2017, 19:30 „Kirche – Klima – Kohle“ Wahlkreisgespräch: Wie sollen Klimaschutz und Nachhaltigkeit lokal und national umgesetzt werden?
    http://katholikenrat-dn.kibac.de/
  • Sonntag, 17. September 2017, 11:30 Waldspaziergang Hambacher Wald: Führung der anderen Art im einzigartigen alten Laubwald mit Michael Zobel und Eva Töller.
    naturfuehrung.com

Patenschaft:
Windfang eG, www.windfang.net
Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) www.sfv.de
Bündnis BürgerEnergie e.V. (BBEn) www.buendnis-buergerenergie.de
EnergiE zum Leben, auch in W-Nord (E-W-Nord) www.w-nord.de


11.09.2017

eMobilität mit erneuerbarer EnergiE

Karikatur: DGS/Richard Mährlein

11/24 Faktencheck zum Themenblock 3 „Umsetzungsrahmen für 100% EE“

fake: E-Autos hätten eine zu geringe Reichweite, und ohne Schnellladestationen werde sich da nichts ändern. Deshalb brauche es für längere  Zeit noch den Diesel als „Übergangstechnologie“.

Fakt: In der 2. Hälfte der 1980er Jahre entschied sich die deutsche Automobilindustrie dafür, den Schwerpunkt auf die Dieseltechnologie zu legen. Es begann die Ära des Turbodiesels („Vorsprung durch Technik“). Etwa zeitgleich begann Toyota mit der Entwicklung von Elektroantrieben. Daraus entstand das Hybridelektrokraftfahrzeug „Prius“. Er kam 1997 auf den Markt. Seither stehen sich der „saubere Diesel“ und Elektroantriebe konträr gegenüber. Auch wenn die Bundesregierung für 2020 das Ziel von 1 Mio. E-Fahrzeugen propagiert hatte, geschah wenig. Die Mehrzahl der Ladesäulen befindet sich in der Hand von großen Stromversorgern und  blieb gering. Die Vielzahl der Ladezugänge behindert den Ausbau der E-Mobilität. Bei dieser unklaren Versorgungssituation musste auch die Prämie für E-Autos verpuffen. Eine Verknüpfung von E-Mobilität und Erneuerbaren findet noch nicht statt.

Damit E-Autos nicht mit schmutzigem Kohlestrom fahren müssen, sollte PV-Strom für E-Mobilität nicht mit der EEG-Umlage belastet werden. Es braucht Solar-Ladestationen im öffentlichen Bereich mit Wechselstrom. Sie würden Pendlerströme ansprechen, für die längere Ladezeiten kein Problem wären. Förderung sollte sich auf die Umrüstung der elf Millionen Zweit- oder Drittautos konzentrieren, die durchschnittlich nur 27 km am Tag fahren. Schnellladung an Gleichstromstationen wäre dagegen auf Schnellstraßen bzw. Autobahnen vonnöten.

Fazit: Was tun! Deutschland ist noch immer auf den Diesel ausgerichtet. E-Mobilität aber hat auch mit Lebensqualität zu tun. Sie ist eine Chance und kein Übel. Sie macht Spaß und ist kein Verzicht. E-Mobilität ist lärm- und abgasfrei.

Hintergrund/links 

Patenschaft:

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) www.dgs.de


12.09.2017

Gesetzlicher Rahmen – wirkt!

Copyright: DGS

12/24 Faktencheck zum Themenblock 3 „Umsetzungsrahmen für 100% EE“ 

Halbzeit – noch 12 Tage bis zur BT-Wahl = noch 12 Beiträge zur Energiewende…

fake: Stecker-Solar-Geräte, auch Balkonkraftwerke genannt, seien „halblegal“ und würden „gegen geltende Sicherheitsnormen verstoßen“.

Fakt: Beim Balkonkraftwerk, welches die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie DGS-SolarRebell® nennt und offensiv bewirbt, handelt es sich um ein legales Produkt, genauso wie eine Kaffeemaschine oder ein Staubsauger. Es verstößt auch nicht gegen Sicherheitsnormen. Das gilt auch für andere Anbieter. Gegenteilige Behauptungen werden in die Welt gesetzt, um zu verhindern, dass Mieter sich durch den Kauf einzelner Solarmodule an der Energiewende beteiligen. Die Module verfügen über einen eingebauten Wechselrichter, haben eine Leistung zwischen 200 und 300 Watt und können, wenn sie in eine Steckdose gesteckt werden, keinerlei Schaden anrichten. Sie helfen dem Betreiber aber, 30 bis 60 Euro pro Jahr an seiner Stromrechnung einzusparen.

Die Falschmeldungen setzen daran an, dass diese bisher in keiner Norm vorkommen. Das ist bei Innovationen normal, sonst wären sie ja keine. Erst kommt die Innovation und dann die Norm. Gegenwärtig wird in verschiedenen Normenausschüssen des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. (VDE) an deren Formulierung gearbeitet. Nicht verwunderlich ist, dass es Diskussionen um die Ausgestaltung gibt.

In Deutschland sind geschätzt 30.000 Balkonkraftwerke in Betrieb. In den Niederlanden werden bereits über 200.000 Balkonkraftwerke betrieben, für die es eine Bagatellgrenze von 600 Watt gibt. Damit wird offiziell bescheinigt, dass kein Risiko vom Betrieb von bis zu zwei dieser Kleinanlagen ausgeht. Vergleichbare Regelungen existieren in Österreich und der Schweiz. Diese Bagatellregelungen besagen gleichzeitig, dass eine behördliche Anmeldung – wie bei Kaffeemaschinen oder einem Staubsauger – nicht erforderlich ist.

Fazit: Was tun! Gesetzliche Rahmen wirken: Das zeigen die positiven Veränderungen beim Rauchen (gesündere Luft!) und Plastiktüten (gesündere Nahrungskette!). Beides nutzt uns, allen!

Für Stecker-Kraftwerke gilt: In Deutschland ist eine Bagatellgrenze als Norm wie in unseren Nachbarländern erforderlich. Es würde der Energiewende ein großer Schub verliehen, wenn Hunderttausende von Mieterhaushalten rund 10 % ihres Stroms ab 4 ct/kWh selbst produzieren könnten. Der Stromzähler läuft dann einfach langsamer. Um der Panikmache zu begegnen, hat die Arbeitsgruppe PV-Plug der DGS auf der Basis umfangreicher Sicherheitsanalysen und mit Unterstützung von Experten und Institutionen einen Standard erarbeitet, der den sicheren Betrieb von „steckbaren Wechselstrom-Solarmodulen in normalen Haushaltsstromkreisen“ ermöglicht.

Hintergrund/links 

Patenschaft:

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) www.dgs.de 


13.09.2017

Dezentral – Rebellion, Resilienz & Robustheit!

13/24 Faktencheck zum Themenblock 4 „dezentrale Versorgungssicherheit“

fake:

a. Zentrale Energieerzeugung hat sich bewährt.

b. Deutschland hat Klimaschutzziele definiert und wird diese erreichen. Klimawandel und Energiewende sind kein Wahlkampfthema.

Fakt:

a. Die zentrale Energieerzeugung mag sich in der Vergangenheit zur Nutzung atomar-fossiler Ressourcen (Atom, Kohle, Öl…) bewährt haben. Die Sonne – als wichtigste Energiequelle der erneuerbaren Energien – scheint überall. Folglich sollten wir doch bitte auch unsere Strukturen anpassen und EnergiE zukünftig dezentral erneuerbar erzeugen! Dezentrale Strukturen sind zudem widerstandsfähiger und können sich – im Krisenfall – gegenseitig unterstützen.

b. Klimawandel und Energiewende müssen Thema Nr. 1 im Wahlkampf werden, denn Deutschland ist auf dem Weg, seine Klimaschutzziele krachend zu verfehlen! Das haben zahlreiche Organisationen der Erneuerbaren Energien längst erkannt und auch das ihnen Mögliche dafür getan:

  • Gemeinsame Wahlprüfsteine erstellt und den Parteien vorgelegt.
  • Die erhaltenen Antworten in Pressemitteilungen und einem Offenen Brief an Martin Schulz kommentiert und kritisiert

Die Medienaufmerksamkeit, die dadurch erzeugt wurde, war eher bescheiden.

Eine Gruppe um den Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber gab eine Erklärung mit der gleichen Stoßrichtung heraus. Diese wurde in überregionalen Zeitungen verbreitet. Sehr gut!

Fazit: Was tun! WIR haben die Wahl! Dank prominenter Persönlichkeiten, die sich an dieser wichtigen Aktion beteiligt haben: Möge dadurch das Thema doch noch Gewicht in der Schlussphase des Wahlkampfes erhalten!

  • Noch besser wird es, wenn der Prominenten-Kreis wahrnimmt, dass auch wir  – als engagierte Bürger*innen – uns schon lange für das gleiche Ziel einsetzen.
  • Verbinden und verbünden wir uns: Lasst uns künftige Aktionen gemeinsam – noch öffentlichkeitswirksamer – machen!
  • Dadurch stärken wir uns gegenseitig und erst recht die gemeinsame Sache!

Hintergrund/links 

Termine, Buch-/Filmtipps

  • Mutbürgerdokus erstellt Zeugnisse der Zeitgeschichte:
    „Hallo Umweltfreunde und Kohlegegner! In einem ziemlichen Durchmarsch habe ich nun endlich auch meine umfangreiche Galerie der Aktion online. In drei Teilen zeige ich die ‚Rote Linie‘-Aktion, die Abschlusskundgebung und das Konzert von ‚Sheik General‘. Zusätzlich habe ich Audiomitschnitte der Einführungsansprache von Michael Zobel, sowie aller Reden in Manheim im Angebot. Wie immer ist konstruktive Kritik, Hinweise, Kommentare und Verlinken explizit erwünscht. Falls jemand Kontakt zu den Musikern hat, kann er/sie diese bitte auch benachrichtigen. Danke.“
    www.mutbuergerdokus.de/html/aktionen/2017_08_26_rote-linie-gegen-kohle-teil1-rote-linie.htm 

Patenschaft:

Bündnis Bürgerenergie e.V. www.buendnis-buergerenergie.de/
BürgerEnergiE Altmark 

E-W-Nord www.w.nord.de  


14.09.2017

Speicher & Netze – dosierter Ausbau reicht aus!

14/24 Faktencheck zum Themenblock 4 „dezentrale Versorgungssicherheit“ 

fake: Fast alle politischen Parteien und nachgeschaltete Institutionen (z. B. Bundesnetzagentur) behaupten, dass vor einem weiteren intensiven Ausbau der Erneuerbaren Energien (PV und Windkraft) zuerst die Fernleitungsnetze bereitzustellen seien. Bevor diese nicht existierten, benötige man auch keinen nennenswerten Speicherausbau.

Fakt: Wie von Prof. L. Jarass für die Fernleitung „SüdOst Link“ nachgewiesen wurde, wird diese Leitung nicht benötigt, um den Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu transportieren, sondern hauptsächlich für den Transport von Braunkohlestrom aus der Lausitz. Gleiches ist zu vermuten für die zwei anderen großen Fernleitungstrassen „NordSüd“- und „WestSüd“-Link. Momentane Schätzungen gehen von Netzausbaukosten zwischen 30 und 40Mrd. € aus. Es ist zu erwarten, dass wegen berechtigter Bürgereinsprüche entlang der Trassen ein erhöhter Verkabelungsanteil notwendig wird. Dies wird vermutlich die Kosten explodieren lassen.

Dagegen würde eine Neuberechnung des aktuellen Netzentwicklungsplans, der von den vier Netzbetreibern mittels Beauftragung der Bundesnetzagentur erstellt wird, ohne Berücksichtigung von einspeisenden Kohlekraftwerken höchstwahrscheinlich ein ganz anderes Ergebnis hinsichtlich des erforderlichen Netzausbaus ergeben.

Fazit: Was tun!

  • Erstellung einer alternativen Netzstudie, unabhängig von den vier Netzbetreibern, unter Berücksichtigung abgeschalteter Kohlekraftwerke.
  • Die sich daraus ergebende Einsparung im Netzausbau samt den Einsparungen durch die nicht zu erfolgenden Abschaltungen sind in den umgehenden Ausbau von Kurz- und später auch Langzeitspeicher umzuleiten. Diese Speicher werden später so oder so benötigt.
  • Die süddeutschen Länder hängen beim Ausbau von Windenergie hoffnungslos gegenüber dem Rest der Republik hinterher. Auch deshalb erschienen zusätzliche lokale Leitungen ( auf Mittel- und Niederspannungsebene, keine Fernleitung) bzw. Speicher zumindest für die Spitzenlast unabdingbar. Es wäre nur fair, wenn die dadurch steigenden Netzentgelte bzw. Speicherausbaukosten für alle „Südländer“ moderat angepasst würden und diese nicht nach dem Gießkannenprinzip von der gesamten Bevölkerung/Industrie zu tragen wären.

 Hintergrund/links 

Patenschaft:

Die Freunde von Prokon e.V. (FvP) www.freunde-von-prokon.de


15.09.2017

NEMO statt massivem Netzausbau!

15/24 Faktencheck zum Themenblock 4 „dezentrale  Versorgungssicherheit“ 

fake: „Die Erneuerbaren Energien müssen endlich in den Markt integriert werden!“

Fakt: Kein Markt funktioniert ohne Spielregeln, und die Spielregeln für Strom-, Wärme- und Kraftstoffmärkte sind in keiner Weise auf die steigenden Anteile Erneuerbarer Energien eingestellt worden. Sie sind völlig isoliert reguliert, unterliegen unterschiedlichsten Belastungen mit Steuern und Umlagen und werden von längst abgeschriebenen und hochsubventionierten Kraftwerken dominiert. Zudem werden nicht die tatsächlichen Energiekosten abgebildet, da Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie Entsorgungskosten größtenteils auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. In diese Märkte können die Erneuerbaren Energien nicht sinnvoll integriert werden.

Das EEG ist nach wie vor das entscheidende Instrument, das diese Verzerrungen auszugleichen versucht und durch den Einspeisevorrang sowie eine langfristig garantierte Vergütung überhaupt den Markteintritt neuer Anbieter ermöglicht und deren Investitionen absichert.

In den vergangenen Legislaturperioden wurde es fahrlässig versäumt, eine zukunftsfähige Marktordnung zu etablieren. Dabei wurden alle konstruktiven Vorschläge, den Erneuerbaren Energien direkte und dezentrale Vermarktungsoptionen zu eröffnen, und damit auch die Belastungen durch die EEG-Umlage zu reduzieren, rundum abgelehnt.

Fazit: Was tun! Wir brauchen eine NEUE ENERGIEMARKTORDNUNG (NEMO), in der die Erneuerbaren Energien ins Zentrum des Energiemarktes rücken. Die Marktregeln müssen an die Erneuerbaren angepasst werden und nicht umgekehrt. Folgende Eckpunkte müssen darin enthalten sein:

  • Beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren Energien und der dezentralen Infrastruktur
  • Konvergenz (Zusammenführen) der Märkte für Strom, Wärme, Kraftstoffe
  • Einführung eines Flexibilitätsmarktes auf Basis des KWK-G und des EEG
  • Diskriminierungsfreier Marktzugang für Speicher und Power-to-X-Technologien
  • Bündelung von Kompetenzen auf dezentraler Ebene bei Stadtwerken und Verteilnetzbetreibern
  • Sofortige Beendigung der direkten und indirekten Subventionen für atomare und fossile Erzeuger und schrittweise Einführung einer Schadstoffsteuer

Hintergrundlinks:  

Patenschaft:  

EUROSOLAR – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. www.eurosolar.org


16.09.2017

Power to X – auch als Speicher!

16/24 Faktencheck zum Themenblock 4 „dezentrale Versorgungssicherheit“

fake: „Energiespeicher sind zu teuer und nicht leistungsfähig genug um eine sichere Stromversorgung zu garantieren.“

Fakt: Für eine Energiewende mit 100 % Erneuerbaren Energien bei Strom, Wärme und Verkehr sind bereits heute alle notwendigen Technologien verfügbar. Für den Ausgleich schwankender Erzeugung bei Wind und Sonne werden zukünftig Wasserkraft und Biomasse zielgerichteter als steuerbare Erzeuger eingesetzt werden. Darüber hinaus stehen bereits heute eine Vielzahl von erprobten Technologien zur Speicherung und Umwandlung zur Verfügung: Batteriespeicher, Wärmespeicher, Pumpspeicher, Wärmepumpen, Power-to-Heat und Power-to-Gas etc.

In den letzten Jahren hat sich nicht nur deren technische Entwicklung beschleunigt. Dank der langsam anziehenden Nachfrage durch die Elektromobilität werden beispielsweise immer leistungsstärkere Batterien produziert und dank der Massenfertigung zu stetig sinkenden Kosten angeboten. Ähnliche Effekte sind auch durch die Verbreitung von Technologien zu erwarten, die Erneuerbare Energien in Wärme, Gas und synthetische Kraftstoffe umwandeln. Ganz im Gegensatz zu fossilen und atomaren Technologien sind also sowohl auf der Seite der Erzeugung (insbesondere bei der Windkraft und der Photovoltaik) als auch bei der Speicherung und Umwandlung kontinuierliche Kostensenkungen bei steigender Leistungsfähigkeit zu beobachten und auch zukünftig zu erwarten.

Fazit: Voraussetzung für eine schnelle, dezentrale und kostengünstige Energiewende mit 100 % Erneuerbaren Energien sind die politischen Entscheidungen für passende Rahmenbedingungen. Sobald Speicher und Power-to-X nicht mehr durch künstliche Blockaden aufgehalten werden und breite und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten finden, sinken die Kosten und steigt die Leistungsfähigkeit.

Hintergrundlinks:  

Termine: 

Patenschaft:  

EUROSOLAR – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. www.eurosolar.org


17.09.2017

Sektorenkopplung? Verbundanwendungen!

copyright: pvspeicher.htw-berlin.de

17/24 Faktencheck zum Themenblock 5 „Sektorkopplung“

fake: Das Thema Sektorenkopplung war plötzlich da. Aus dem Begriffsbaukasten der Energiewendebewegung stammte es nicht. Von Anbeginn an war es mit dem Begriff Strom verknüpft. Die Metapher Sektorenkopplung ruft inzwischen bei vielen Menschen automatisch auch die Begrifflichkeit Strom auf. Sektorenkopplung ist gleich Strom – zukünftig soll in allen Sektoren alles mit Strom gemacht.

Fakt: Obwohl heute rund ein Drittel des Stroms regenerativ erzeugt wird, hat die Menge des Kohlestroms nicht abgenommen. Im Gegenteil, Kohlestrom ist zum Exportschlager der angestammten Stromkonzerne geworden. Und noch ist ein Ende nicht in Sicht. Gegen einen Ausstieg aus der Kohleverstromung hat sich die Bundesregierung stets gewehrt. Im Klimaschutzplan, der anlässlich der Klimakonferenz von Marrakesch im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde, fehlt eine zeitliche Festlegung zum Thema Kohleverstromung. Und die Planungen der Stromkonzerne sehen als Nachfolger der Kohlekraft für die Zeit nach 2040 neue Gaskraftwerke vor.

In seiner Studie zur „Sektorkopplung durch die Energiewende“ hat Prof. Quaschning von der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) die Anforderungen an den Ausbau erneuerbarer Energien zum Erreichen der Pariser Klimaschutzziele unter Berücksichtigung der Sektorkopplung so abgeschätzt: „Bei gleichbleibenden Verhaltens- und Konsummustern steigt dadurch der Stromverbrauch von derzeit rund 600 TWh auf gut 1300 TWh an“. Angesichts dieser Zahlen und des politischen Kräfteverhältnisses würde ein simpler Umstieg bei der Gebäudeheizung und in der Mobilität zu einer mächtigen Markterweiterung für die fossile Stromerzeugung führen. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass dieses Ziel von den Konzernen angestrebt und von der Merkel-Regierung unterstützt wird. Für die Bürgerenergie wäre eine kritiklose Übernahme dieser Strompläne mehr als nur ein Eigentor.

Fazit: Eine Sektorenkopplung mit Kohle- und Gasstrom drängt die Bürgerenergie ins Abseits! Was tun! Neben einem sparsamen Verbrauch liegt eine Lösung in der Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien zu Verbundanwendungen. Erneuerbare im Verbund können konkurrenzfähig, dezentral und verstetigt werden. PV und Windstrom werden bis heute als singuläre Technologien eingesetzt. Das war die erste und erfolgreiche Entwicklungsetappe der Erneuerbaren. Dabei unterliegen sie noch der natürlichen Fluktuation, wie Ackerbau, Viehzucht oder der Fischfang. Die Fluktuation der Einzeltechniken zu überwinden, steht als große Aufgabe für die zweite Etappe der Entwicklung von Erneuerbaren Energien an. Nicht Sektorenkopplung auf Basis fossiler Stromerzeugung sondern Erneuerbare im Verbund prägen die Zukunft der Energiewende.

Hintergrund/links

Termine

  • Wuppertaler Sonntagsmatinee „Wandel durch Handeln“: Klimaschutz-Energiewende-BürgerEnergiE am 17.9.2017 um 11 Uhr im Rex Filmtheater Kipdorf in Wuppertal-Elberfeld:
    http://www.njuuz.de/beitrag39960.html
    Im Anschluss an den Folgefilm: von/mit Al Gore „Immer noch eine unbequeme Wahrheit, Unsere Zeit läuft“ diskutieren wir mit Wuppertaler Bundestagskandidat*innen über Handlungsansätze zum Thema „EnergiE“. Damit knüpfen wir an die erste „BBEn-Hol den/die BürgerEnergiepolitiker*in“-Veranstaltung vom 4.4.2017 im NRW-Innovationszentrum, der historischen Wuppertaler VilllaMedia an.

Patenschaft:

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, DGS www.dgs.de


18.09.2017

Sonne – auch für die Wärmeversorgung!

18/24 Faktencheck zum Themenblock 5 „Sektorkopplung“ 

fake: „Bei der Sektorkopplung werden vorrangig solche Technologien verwendet, die Strom effizient in Wärme […] umwandeln und somit mit wenig erneuerbarem Strom möglichst viele Brennstoffe ersetzen“, so das Bundeswirtschaftsministerium in seinem Grünbuch Energieeffizienz.

Fakt: Bei diesem scheinbar so glatten Satz stösst auf, dass die Energiepolitik der Großen Koalition nicht nur die Wärmeversorgung mit Strom bewerkstelligen, sondern dabei auch so wenig wie möglich erneuerbaren Strom einsetzen will. Gegenwärtig werden in Deutschland jährlich rund 100 Mrd. Euro für fossile Brennstoffe – Kohle, Erdgas und Öl – für die Wärmeversorgung von Gebäuden verheizt. Die Betonung auf effizient bedeutet, dass möglichst moderne Verbrennungstechnologien diese Mengen zwar deutlich reduzieren, aber eben nicht ganz aus dem Wärmemarkt eliminieren sollen. Genau dies wäre bei erneuerbarer Wärme im Verbund mit Speichertechnologien der Fall. Hinter der Metapher Energieeffizienz, welche das BMWi mit so großem Aufwand unters Volk zu bringen versucht, steckt ein weiterer Liebling der Ölkonzerne:  geschäumte Kunststoffe aus der Küche der Erdölchemie, wie Polystyrol und Polystyrol, die in großen Mengen als Dämmmaterial eingesetzt werden.

Nun besteht auf dem Gebiet der Wärme ein großer Modernisierungsstau. Der entstand nicht deswegen, weil es einen Mangel an erneuerbaren Wärmetechnologien gäbe; die Kohle-, Öl- und Gaskonzerne blockieren dies. Denn an jeder veralteten Kesselanlage verdienen sie glänzend. Welche Vorteile rein regenerative Wärmekonzepte bieten, beweist das Smart District Heating aus Dänemark. Wärmepreise für weniger als 5 Cent/kwh sind fast die Hälfte bundesdeutscher Wärmekosten, egal ob große Fernwärme oder Gas- und Ölbrennwertkessel im Einfamilienhaus.

Fazit: Nur mit Solarthermie gelingt die solare Modernisierung der Wärmeversorgung

Eine solare Wärmeversorgung wird aus energetischen wie ökologischen Gründen keinesfalls rein elektrisch sein. Solarthermie hat einen dreifach höheren Wirkungsgrad als PV, um aus solarer Strahlungsenergie nutzbare Energie für warmes Wasser, Heizung und Prozesswärme zu machen. Wärmepumpe mit Ökostrom  und Solarthermie sind die wichtigste und ökologisch tragfähigste Verbundlösung für die solare Heizungsmodernisierung. Solarthermie erlaubt einen deutlich besseren Flächen- und Materialeinsatz. Auch biogene Reststoffe und Geothermie werden einen erheblichen Anteil zur Wärmeversorgung beitragen. Wärmenetze sind noch mehrheitlich KWK- Anhängsel von fossilen Großkraftwerken. Von besonderer Bedeutung werden kleine solare Netze und Nahwärmenetze, bis hinunter auf die Quartiersebene sein. Auch hier müssen erneuerbare Verbundlösungen entwickelt werden, welche die Öl-, Gas- und Kohleheizungen verdrängen. Mit Power to Gas, Power to Heat und Power to Liquid wird es möglich sein, dass Strom- und Wärmenetze sich verbinden, gegenseitig stützen und zu einer sicheren Versorgung führen.

Hintergrund/links 

Termine, Buch-/Filmtipp:  

Patenschaft:
Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, DGS www.dgs.de


19.09.2017

Neue Mobilität: Solar soll sie sein!

19/24 Faktencheck zum Themenblock 5 „Sektorkopplung“ 

fake: Die Metapher Sektorkopplung behauptet, neben Wärme könne auch die Mobilität durch einen Antriebswechsel elektrisch betrieben werden; dies sei dann die nächste Stufe der Energiewende.

Fakt: Man möge sich erinnern, der Begriff der Energiewende hatte ursprünglich zum Ziel, sich von Atomenergie und Kohleverstromung abzuwenden und sich stattdessen der Kraft der Sonne zuzuwenden. Seit die Bundesregierung sich des Themas „angenommen“ hat, ist dies systematisch verdreht worden. Exemplarisch steht dafür die Diskussion um die E-Mobilität. Die „Elektrische“ bei Straßenbahnen, bei der Fernbahn sowie bei S- oder U-Bahnen gibt es schon seit über 100 Jahren. Nun sollen PKWs und LKWs auch einen Elektromotor bekommen und die Energiewende sei perfekt. Was für ein Unsinn. Was von wahlkämpfenden Parteipolitikern und Regierungsvertretern vollmundig verkündet wird, stößt bei der deutschen Automobilindustrie auf heftigen Widerstand. Der Widerwille rührt daher, dass hinter deren Geschäftsmodellen festgefügt wirtschafts- und machtpolitische Konglomerate stehen. Bereits eine mäßige Umverteilung auf  E-Antriebe im Straßenverkehr würde zu Verschiebungen in diesem Gefüge führen. Verlierer wären die Ölkonzerne. Aber letztlich sind dies Probleme innerhalb des fossilen Imperiums.

Ersetzen wir den unspezifischen Begriff der Energiewende im Verkehr durch Solarisierung, finden wir bei der Mobilität den richtigen Zugang. Auch mit der Kraft der Sonne können und wollen wir fahren. Allerdings sollte dies nicht im Verhältnis 1 zu 1 geschehen. Eine solare Mobilität muss neu gedacht werden. Sie braucht nicht diesen überbordenden Individualverkehr, schon gar nicht in Form von geländegängigen SUVs inmitten städtischer Wohnviertel. Auch der ÖPNV erfordert eine Umstellung auf Ökostrom. In Berlin zeigt der seit einem Jahr amtierende rot-rot-grüne Senat, wie es nicht gemacht werden sollte. Mit einem Mehr an elektrischem ÖPNV ohne sauberen Ökostrom bereitet man fossilen Stromerzeugern nur eine willkommene Markterweiterung. Der Solarisierung der Mobilität dient dies nicht.

Fazit: Was tun! Neue Lust auf solare Mobilität! Plugin-Hybride sind eine Übergangslösung. Es braucht zum einen echte Solarautos, die sich neben der Versorgung aus einem dezentralen Stromnetz, zumindest zu einem Teil, direkt bei der Sonne bedienen können. Die Entwicklung von Wasserstoff- und/oder Methanantrieben sollte zu einer zweiten Säule neuer Antriebstechnologien werden. Genauso bedeutsam ist aber die Erkenntnis, dass Bürgerenergie sich an der Bereitstellung von Ökostrom massiv beteiligen muss. Statt sich von den Netzbetreibern abregeln zu lassen, sollte die Bürgerenergie neue Geschäftsmodelle mit Power to X entwickeln, die auch der solaren Mobilität dienen.

Hintergrund/links 

 Termine, Buch-/Filmtipp:  

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Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, DGS www.dgs.de


20.09.2017

EEG: Innovationsmotor, nicht Preistreiber!


20/24 Faktencheck zum Themenblock 6: Kosten-Klarheit & -Wahrheit

fake: Die Energiewende ist am Ende, weil sie nicht bezahlbar und ein Bürokratiemonster ist.

Fakt: Die Umstellung auf 100% EnergiE aus erneuerbaren Quellen ist  nicht kompliziert und muß auch nicht noch sehr lange dauern. Die Energiewende kostet am Ende weniger als das Weitermachen, weil die Kosten für Abbau, Transport und Sicherung des Ganzen entfallen. Sie kann auch ohne die vielen Paragrafen des EEG verwirklicht werden. Das EEG und die Einspeisevergütung machen die Énergiewende nicht teuer, wenn das durch die EEG-Novellen seit 2012 deformierte Bürokratiemonster EEG wieder verschlankt wird und alle daran beteiligt werden.

Fazit: Die EEG-Deformen waren ein großer Fehler, da sie die angelaufene Beschleunigung und Demokratisierung der Energiewende ausgebremst haben! Das EEG muss reformiert werden – zurück auf ein wenige Paragraphen und Seiten umfassendes Rahmenwerk!

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Solarenergie-Förderverein Deutschland (Infokarte 6):www.sfv.de

E-W-Nord www.w-nord.de


21.09.2017

Bisher: nur Gewinne privat! Neu: CO2-Abgabe!


21/24 Faktencheck zum Themenblock 6: Kosten-Klarheit & -Wahrheit 

fake: Energie aus fossilen und atomaren Quellen ist günstig.

Fakt: Dies scheint solange darstellbar, wie Umwelt- und Gesundheitsfolgekosten nicht mit eingepreist werden. Hinzu kommen versteckte Subventionen und Steuervergünstigungen sowie unkalkulierbare Ewigkeitskosten und nicht versicherbare Risiken…

Fazit: Was tun! Wer Schäden verursacht, soll dafür bitte auch finanziell zur Kasse gebeten werden!  Dies sollten CO2-Zertifikate leisten. Gelingen konnte dies nicht, da bereits zum Start (zu) viele – Zertifikate  kostenlos abgegeben wurden und sich damit am Markt kein fairerMarktpreis bildet. Drecksteuer oder CO2-Abgabe könnten dies ändern!

Hintergrundinfo:  

  • Am 27.3. 2017 hat sich der gemeinnützige „Verein für eine nationale CO2 Abgabe target=_blank“ in Freiburg im Breisgau gegründet. Derzeit (Stand 17.9.2017) sind bereits 230 Mitglieder beigetreten darunter ca. 50 Unternehmen 12 Vereine und Verbände und 1 Kommune. Am 20.6.2017 hat der CO2 Abgabe e.V. ein Diskussionspapier vorgelegt. Die darin geforderte Klimaabgabe vereinfacht und reformiert die bisherigen Steuern und Umlagen auf Energie. 

Termine, Buch-/Filmtipp:

Patenschaft:

Solarenergie-Förderverein Deutschland (Infokarte 7):www.sfv.de

E-W-Nord www.w-nord.de


22.09.2017

Umstieg auf 100% Erneuerbare: Sonne für alle!

22/24 Faktencheck zum Themenblock 6: Kosten-Klarheit & -Wahrheit

fake: Solarenergie ist teuer und die Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien dauert noch lange.

Fakt: Solarenergie ist billig und die Umstellung auf 100% Erneuerbar kann bis 2030 erfolgen.

Umstellung auf saubere Energie und Mobilität bis 2030? Für viele ist das nur schwer vorstellbar. Wenn man politische Aussagen und die Berichterstattung in den Medien verfolgt, könnte man meinen, alles sei ganz kompliziert und würde in jedem Fall noch sehr lange dauern. Stimmt das? Eher nicht.

Eigentlich ist vieles ganz einfach und es wird wohl auch schneller gehen, als gedacht. Warum? Weil die Technologien für eine saubere Energieversorgung und Mobilität rasant billiger werden, während schmutzige Energie und Mobilität immer teurer wird.

Wir brauchen einen massiven Ausbau der Nutzung von Wind und Sonne – um den Faktor 10 bis 20. Darauf müssen wir unser gesamtes Energiesystem einstellen. Nur so haben wir genügend Energie um unseren Strom-, Wärme- und Mobilitätsbedarf zu decken.

Wir müssen die Weichen dafür stellen, dass der notwendige Ausbau ungehindert erfolgen kann und Millionen Menschen sich daran problemlos beteiligen können. Das geht nur, wenn es klare Regeln und Ziele gibt, die Spielregeln einfach sind und jeder weiß, was er zu tun hat. Das Gegenteil ist der Fall.

Atomare und fossile Energien müssen mit allen Kosten, die sie verursachen, belastet werden. Alle Hindernisse für die autonome Energie- und Mobilitätsversorgung müssen beseitigt werden! Oder allgemeiner ausgedrückt: Alles, was Schaden anrichtet, muss teurer und komplizierter gemacht oder sogar verboten werden. Alles, was gut ist, muss billiger und einfacher gemacht werden. Das Gegenteil ist der Fall.

Der Versuch mancher Politiker, „den Diesel zu retten“ und kriminelle Betrügereien auf Kosten aller Bürger herunter zu spielen, hilft letztlich nicht einmal der Autoindustrie. Elektroautos sind nicht mehr aufzuhalten. Das bringt gewaltige Umbrüche mit sich. Aufgabe der Politik ist es, den Wandel zu gestalten.

Auch wenn die Bundesregierung immer wieder behauptet, sie würde die Energiewende wollen und sich für wirksamen Klimaschutz engagieren: Das Gegenteil ist der Fall. Die CO2-Emissionen sind unverändert hoch. Der Ausbau der erneuerbaren Energien reicht nicht einmal, um den Wegfall der Atomkraft auszugleichen – geschweige denn die gesamte Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umzustellen. Der Ausbau der Photovoltaik ist gegenüber den Jahren 2010-2012 um 80% eingebrochen, verbunden mit dem Verlust von 50.000-100.000 Jobs in Deutschland – politisch zerstört!

Heute ist Photovoltaik häufig bereits die einfachste und billigste Stromquelle. In Kombination mit immer günstigeren Stromspeichern und Elektroautos bilden Photovoltaik-Anlagen den Kern der Vor-Ort-Energierevolution – nicht nur bei uns, sondern weltweit. Nach Jahren der „solaren Verwüstung“ rollt in Deutschland gerade die 2. Solarwelle an. Menschen installieren sich Solaranlagen, weil sie sich unabhängig machen wollen.

Auf jeden Quadratmeter stellt uns die Natur in Deutschland jedes Jahr ein Fass mit 100 Litern Öl. Gratis. Oder etwas anders ausgedrückt: Die natürliche Sonneneinstrahlung liefert uns in Deutschland ungefähr 1.000 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Das sind umgerechnet ungefähr 100 Liter Öl. Wir sollten so viel wie möglich daraus machen.

Mit Öl und Gas, das wir importieren, werden Waffen, Kriege und Terror finanziert. Die Folge sind Millionen Tote. Und Millionen Menschen sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und sich auf eine oft lebensgefährliche Flucht zu begeben.

Fazit: Was tun! Es muss ein Ziel sein, dass Menschen überall auf der Welt eine Perspektive haben, um menschenwürdig und gut zu leben. Der Abschied von fossilen Energien und der Zugang zu billiger, sauberer Energie und ist dabei zentral. Nur so ist eine gute Entwicklung möglich – in Deutschland, in Europa und überall auf der Welt.

Sonne für alle. Für immer. 2030.

Quelle: #SonneFürAlle. Für immer. 2030

Filmtipp:  

Buchtipp:

Die „Saubere Revolution 2030“ mit rund 250 Seiten und mehr als 70 Abbildungen jetzt per Mail vorbestellen: info@metropolsolar.de 

Der Silicon Valley-Unternehmer und Stanford-Dozent Tony Seba ist ein weltweit gefragter Keynote-Speaker (www.tonyseba.com). Sein Amazon No1 Energy Book-Bestseller „Clean Disruption of Energy and Transportation“ wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt. Jetzt auch auf Deutsch. 

„Tony Seba ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Vordenker zum Thema Energie und Mobilität weltweit. Die Botschaft seines Buches ist: Disruptive Veränderungen vollziehen sich immer rascher als selbst Experten voraussagen!  Wer sein Buch liest, begreift das Muster hinter den rasanten Veränderungen, die in kurzer Zeit zu ca. 100% Erneuerbaren Energien führen werden, und kann sich eher darauf einstellen. Wer die Entwicklung der Photovoltaik wie auch der Speichertechnologie und der Elektromobilität bisher unterschätzt hat, bekommt hier seine zweite Chance!“ (Prof. Eicke Weber, ehem. Leiter Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg) 

„Die Qualität von Sebas Konzepten, Analysen und Vorhersagen hat uns veranlasst, „Clean Disruption of Energy and Transportation“ ins Deutsche zu übersetzen. Das Buch hat das Potential, die Diskussion bei uns grundlegend zu verändern. Seba beschreibt die exponentiellen Entwicklungen, die vor uns liegen, als eine unvermeidliche technisch-wirtschaftliche Revolution, die – sozusagen nebenbei – auch eine gesellschaftliche und ökologische Revolution ist.“ (Daniel Bannasch, Vorstand MetropolSolar/MPS Energie Institut, Mannheim) 

Patenschaft:

MetropolSolar, Netzwerk für 100% erneuerbare Energien. www.metropolsolar.de 

E-W-Nord www.w-nord.de 


23.09.2017

Ausstieg aus Atom!


23/24 Faktencheck zum Themenblock 7 „Ausstieg aus Atom und Kohle“ 

fake: Atomenergie ist günstig und sicher.

Fakt: Atomenergie ist weder günstig noch sicher! Atomkraftwerke (AKW) sind nicht versicherbar, weil dieses Risiko niemand eingehen möchte. AKW sind eine Risiko-Technologie und machen den Menschen Angst. AKW verursachen im Falle des (Super-) GAU (größter anzunehmender Unfall) unermessliches Leid für Mensch und Mitwelt. AKW verursachen immense Rückbaukosten. AKW hinterlassen strahlenden Müll, dessen sichere Entsorgung weltweit ungeklärt ist.

Günstig und sicher ist EnergiE aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärne!

Fazit: Was tun! Uns allen ist damit gedient, wenn der Atomausstieg schnell und konsequent umgesetzt wird und die bisher atomar erzeugte EnergiE zukünftig aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Deshalb: 100% EnergiE aus erneuerbaren Quellen, denn DAS ist sicher, preiswert und demokratisch!

Patenschaft:

Solarenergie-Förderverein Deutschland (Infokarte 4):www.sfv.de

E-W-Nord www.w-nord.de


24.09.2017

Lebensspendende Ökosysteme statt Braunkohletagebau

24/24 Faktencheck zum Themenblock 7 „Umsetzungsschritte zum Ausstieg aus der Kohle“

fake: Braunkohle sei der einzige heimische Energieträger, der in großen Mengen langfristig subventionsfrei zu wettbewerbsfähigen Konditionen bereitgestellt werden könne.[1] Ein Ausstieg vor 2045 gefährde die Versorgungssicherheit und den Industriestandort Deutschland.

Fakt: Tatsächlich erfolgen in Deutschland Subventionsmaßnahmen für Stein- und Braunkohle in der Größenordnung von mehreren Milliarden Euro jährlich. Dazu gehören u.a. Herstellerprivileg, Lizenzfreistellung und -reduzierung für den Stein- und Braunkohlebergbau, Sanierungsprogramm für Braunkohlebergbaulandschaften, Energiesteuerermäßigung für Energie-intensive Verfahren, Energiesteuerbefreiung für die Stromerzeugung, Forschungs- und Entwicklungsbudget für Kohle, Freistellung von der Stromsteuer sowie Zahlungen für Kapazitätsreserven.[2][3][4] Infrastrukturmaßnahmen werden auch aus öffentlichen Töpfen bezahlt. So wurden beispielsweise die Kosten für die Verlegung der Autobahn A4 im Verhältnis 56,3 zu 43,7 Prozent zwischen Bund und RWE Power als Verursacher des tagebaubedingten Neubaus aufgeteilt.[5]

Funktionierende Ökosysteme bilden unsere Lebensgrundlage.

Für den Braunkohletagebau sollen weiterhin Ortschaften und Ökosysteme weichen. Was ist der „Wert“ von über Jahrhunderte gewachsene Dorfstrukturen?[6] Und was ist der „Wert“ eines Waldes, dessen Beschaffenheit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU entspricht?[7][8] Bereits mehr als 35.300 Menschen haben die Petition „Hambacher Wald retten und Klima schützen“ unterschrieben.[9] Aktuelle Studien berechnen, dass bei einem früheren Ausstieg die Versorgungssicherheit weiterhin erhalten bleibe.[10]

Fazit: Die Ökosysteme bilden unsere Lebensgrundlage. Wenn wir sie weltweit nicht länger zerstören wollen, brauchen wir Alternativen zur Verbrennung von fossilen Energieträgern. Es gibt bereits konkrete Ansätze sowie wettbewerbsfähige technische Lösungen. Jetzt brauchen wir nur noch den Mut, neue Wege zu gehen. Wir können den Übergang hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung gemeinsam gestalten. Wie kommen wir zusammen? Dazu finden bundesweit bereits verschiedene Veranstaltungen zum Thema „Energie“ statt.[11]

Hintergrund/links

  1. Bundesverband Braunkohle: 10 Fakten rund um Braunkohle
    http://www.braunkohle-forum.de/55-0-Wissen.html
  2. 2017-05 Europas Abhängigkeit von Kohle beenden: Deutschland
    https://www.odi.org/publications/10791-cutting-europe-s-lifelines-coal-germany
  3. 2015-01 Was Strom wirklich kostet
    https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/publikationen/Studien/Greenpeace_Energy_Was_Strom_wirklich_kostet_2015.pdf
  4. 2004-01 Braunkohle – ein subventionsfreier Energieträger?
    https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/braunkohle-ein-subventionsfreier-energietraeger; https://wupperinst.org/p/wi/p/s/pd/29/
  5. 2013-05 A4-Verlegung: „Geschäft auf Kosten des Steuerzahlers“
    https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/a4-verlegung-geschaeft-auf-kosten-des-steuerzahlers-1.574982
  6. http://energieliga.org/
  7. http://www.buirerfuerbuir.de/index.php/aktuelles/1-nachruf
  8. https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/vorerst-keine-rodungen-im-hambacher-wald/
  9. https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1
  10. 2017-07 Wie ein Ausstieg aus der Kohle Deutschlands Klimaziele erreichbar macht, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden
    http://www.greenpeace.de/studie-kohleausstieg
  11. https://www.transition-initiativen.de/themen/energie/termine

Termine

  • Freitag, 6. Oktober 2017 – 19:00 Wider den Wachstumszwang – in Ökodorf und Kohlegrube: Wie kann eine Welt jenseits von Wachstum, Konkurrenz und Profitstreben aussehen?
    https://www.degrowth.info/
  • Samstag, 14. Oktober 2017 – 10:30 „Aufbrechen!“ – Aktionsgottesdienst mit Pilgerweg in den Hambacher Forst
    http://www.ekir.de/
  • Sonntag, 15. Oktober 2017 – 11:30 Waldspaziergang Hambacher Wald Führung der anderen Art in einem einzigartigen alten Laubwald mit Michael Zobel und Eva Töller.
    http://naturfuehrung.com/

Filmtipp

Patenschaft:
Energieliga Rheinisches Revier http://energieliga.org/

 

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